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Dienstag, 25. September 07

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Der Sport Parkour als Kunst der Fortbewegung

Berlin - Selbst James Bond und John McLane kommen bei der franzö­sischen Sport­art Parkour außer Atem.

Parkour-Show

Ein Traceur springt in Berlin bei einer Parkour-Show durch die Luft. (Bild: dpa)

In der Eröff­nungs­szene von „Casino Royale” folgt der bri­tische Geheim­agent dem Parkour-Sport­ler Sebas­tien Foucan nur mühsam.

Und auch der Leinwandcop McLane stoppt in „Stirb langsam 4.0” einen akro­bati­schen Film-Böse­wicht nur mit Schüs­sen. In Hol­lywood ist Parkour, die effi­ziente Fort­bewe­gung ohne Hilfs­mit­tel durch Stadt und Natur und über Stock und Stein, längst ange­kom­men. Am 29. August feierte der Extremsport seinen ersten großen Deutsch­land-Auf­tritt. Bei einer Show im Ber­liner U-Bahnhof Bun­des­tag, noch immer Bau­stelle ohne Pas­sagiere im Regie­rungs­vier­tel, rückte der Sport ins mediale Ram­pen­licht.

Aus Paris war der Parkour-Gründer David Belle ange­reist. Der 34-jährige Fran­zose trat mit einem Dutzend deut­scher und franzö­sischer Nach­wuchss­port­ler auf. Vor etwa 300 Zuschau­ern, dar­unter drei Dutzend Jour­nalis­ten, über­wan­den sie bis zu fünf Meter hohe Hin­der­nisse auf dem Bahn­steig, stürz­ten über Abgründe und schie­nen mit leicht­füßi­gen Sprün­gen die Schwer­kraft außer Kraft zu setzen.

Belle hatte Ende der 80er Jahre Parkour als eine Art akro­bati­schen Hin­der­nis­lauf gegrün­det. Die Ursprünge des Sportes gehen bis in den franzö­sischen Indo­china-Krieg zurück. Damals habe Belles Vater als franzö­sischer Soldat „eine effi­ziente Fort­bewe­gung im Dschun­gel” ent­wickelt, erzählte Jean-Fran­cois Belle, Bruder und Manager von David.

Die Sport­ler heißen Tra­ceure, was auf Deutsch sinn­gemäß Spu­ren­sucher bedeu­tet. Es gibt keinen Wett­bewerb, keine Noten, keine Meis­ter­schaft. „Parkour ist keine Sport­art, bei der du ehr­gei­zig deinen Gegner besie­gen willst, sondern eine Kunst der Fort­bewe­gung”, sagt David Belle. „Du lernst mehr über deinen Körper kennen, das hilft dir auch im Alltag.” Und in Extrem­situa­tio­nen: Die Pariser Feu­erwehr trai­niert Ein­satz­trupps im Parkour. In Deutsch­land gibt es laut Parkour-Asso­cia­tion etwa 1500 Tra­ceure, in Europa etwa 8000, Tendenz stei­gend.

„Parkour ist eine Sportart, in dem du alle Teile deines Körpers trai­nierst”, schwärmt der franzö­sische Schau­spie­ler Mathieu Kas­sovitz („München”, „Amélie”). Kas­sovitz drehte Anfang 2007 als Regis­seur den Kino­film „Babylon A.D.” mit Acti­ons­zenen im Parkour-Stil. David Belle tritt darin neben US-Schau­spie­ler Vin Diesel auf.

Der Sport sieht spek­takulär aus - und ist nicht unge­fähr­lich. Selbst Profis pas­sie­ren Unfälle. Denn die Sport­ler sind bei Sprün­gen prin­zipi­ell nicht abge­sichert. Sandra Hess, Prä­siden­tin der deut­schen Parkour-Asso­cia­tion, wollte an der Seite von Belle ihr Können zeigen. Aber sie hatte sich zuvor bei Dreh­arbei­ten zu einem Wer­bespot den Knöchel ver­staucht. „Natür­lich gesche­hen Unfälle - aber nicht mehr als in anderen Sport­arten”, sagt Hess.

Schauspieler David Craig alias James Bond musste im Inter­net viel Häme ein­ste­cken für Matten und Hilfsseile, die für seine Parkour-Sprünge bei den Dreh­arbei­ten ange­bracht wurden. Das wird Vin Diesel in „Babylon A.D.” wohl nicht vor­gewor­fen werden. „Denn der war bei Acti­ons­equen­zen kaum da - ich stand nur mit seinem Double vor der Kamera”, erzählte der 20-jährige franzö­sische Parkour-Stunt­man Thi­beault am Rande der Show.

Die Kunst der Bewe­gung: www.le-parkour.com

Parkour Asso­cia­tion Deutsch­land: www.mypar­kour.com Von Wolf von Dewitz, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/09/03/magazin/szene/t/rzo360054.html
Donnerstag, 30. August 2007, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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