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Motorsport

Jagd in der «Sauna»: Brawn-Rivalen ohne Illusionen

Sepang In der «Sauna von Sepang» soll die Jagd auf Brawn GP beginnen, doch die Konkurrenz gibt sich nur wenig Illusionen hin, den neuen Formel-1-Branchenführer in den malaysischen Tropen ins Schwitzen zu bringen.

Nur Ferraris Chef Luca di Montezemolo kündigte nach der Demütigung der Sucderia beim Auftakt in Melbourne an, den Emporkömmlingen eine heiße Schlacht im zweiten Saisonrennen zu liefern. Die deutschen Elite-Piloten Timo Glock im Toyota, Nico Rosberg im Williams, Sebastian Vettel im Red Bull und Nick Heidfeld im BMW-Sauber wollen kühlen Kopf bewahren und ihre Rennställe als zweite Kraft hinter dem britischen Team etablieren.

Zur großen Unbekannten beim anstrengendsten Rennen des Jahres kann das Wetter werden. Die Temperaturen von über 30 Grad und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit sind allein schon eine große Herausforderung für Mensch und Maschine. Durch die Verlegung des Grand Prix auf 17.00 Uhr, wie schon in Melbourne, steigt die Wahrscheinlichkeit für Regen stark. «Wenn der Monsunregen runterkommt, muss das Rennen abgebrochen werden, weil wir bei den Wassermassen nicht fahren können», sagt Williams-Pilot Rosberg und kritisiert: «Ich denke, Rennen in der Abenddämmerung sind nicht der richtige Weg.»

Ferrari, das in Kimi Räikkönen 2008 den Sieger stellte, will beim Tropenrennen in der Nähe von Kuala Lumpur nicht auf Naturgewalten, sondern wieder auf die eigene Stärke setzen. «Ich denke, wir haben einige Fehler zu viel gemacht in Australien. Und ich erwarte, die wahren Stärken des Teams in Malaysia zu sehen», forderte di Montezemolo seine Angestellten nach der Nullnummer von Melbourne auf. «Ich bin überzeugt, ich bin sogar sicher, dass es eine starke Reaktion gibt, obwohl die Autos dieselben sind.»

Diesen Optimismus können die meisten Rivalen angesichts der Dominanz des Aufsteigers Brawn GP bei deren Doppel-Erfolg im Albert Park durch Jenson Button und Rubens Barrichello nicht teilen. Zumal Australien-Sieger Button weitere Heldentaten für den 5. April versprach. «Wir werden in Malaysia noch stärker sein. Die Strecke passt besser zu unserem Auto», meinte der neue Liebling der britischen Medien.

Allerdings ist sich der 29-Jährige auch sicher, dass sich sein Team auf einen harten Kampf einstellen muss: «Die neuen Regeln sind neu für jeden. Und ich denke, die anderen werden beginnen, große Fortschritte zu machen», sagte der Brite der BBC. «Wenn wir nach Europa kommen, werden viele neue Aerodynamik-Pakete haben und uns im Nacken sitzen.»

Zwischen den Rennen in Australien und Malaysia konnten die Konkurrenten mangels Möglichkeiten den technischen Entwicklungs-Rückstand auf Brawn GP nicht verringern. Auch Weltmeister Lewis Hamilton, in Australien mit seinem McLaren-Mercedes immerhin Dritter, macht sich da nichts vor: «Wir werden hier wahrscheinlich weiter hinter der Spitze zurückliegen als zuletzt im Australien.»

Ein wenig mehr Zuversicht dürfen die Kennzeichen-D-Fahrer haben - abgesehen von Adrian Sutil im Team von Force India. «In Malaysia erwarte ich uns noch stärker als im Albert Park», verkündet Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Sein junger Chefpilot Vettel hat den Unfall mit dem BMW-Sauber von Robert Kubica kurz vor Rennende und dem verpassten Podiumsplatz abgehakt. «Der Unfall war schade, ganz klar. Aber man darf jetzt auch nicht zu lange hinter dem her weinen, was passiert ist», sagt der 21-Jährige.

Zu den Herausforderern von Brawn GP dürfen sich auch Toyota mit Glock, Williams mit Rosberg und BMW-Sauber mit Heidfeld trotz seines durchwachsenen Auftritts in Melbourne zählen. Toyota und Williams sind ebenso wie die neue Macht aus England mit dem Doppel-Diffusor unterwegs. Das aerodynamische Teil am Unterboden der Autos steht beim FIA-Berufungsgericht nach dem Rennen in Malaysia auf dem Prüfstand. Von Claas Hennig, dpa

dpa-infocom


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