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Aufholjagd nach Rotation: Werder-Sieg gegen Bochum

Bremen Erst rotiert, dann gefeiert: Werder hat sich nach zweimaligem Rückstand mit einer fulminanten Aufholjagd drei Bundesliga-Punkte gesichert.

Knapp 44 Stunden nach dem 4:4 gegen den FC Valencia gewann der norddeutsche Fußball-Erstligist das Punktspiel gegen den VfL Bochum noch 3:2 (0:1).

Die lange Zeit schwachen Bremer kamen vor 36 197 Zuschauern im Weserstadion erst nach Wechseln zur Pause noch zu Toren durch Claudio Pizarro (58.), Marko Marin (65.) und Torsten Frings (81.). Die Bochumer waren durch Stanislav Sestak (14.) und Zlatko Dedic (63.) zweimal in Führung gegangen, kassierten aber ihre dritte Niederlage in Serie und stecken wieder mitten im Kampf gegen den Abstieg.

Nur zwei Tage nach dem dramatischen Spiel gegen Valencia zeigten die Bremer mit einer überraschend aufgestellten Mannschaft eine schwache und eine gute Halbzeit. «Es ist noch mal gut gegangen», kommentierte Torwart Tim Wiese, der in Schlussphase den Sieg mit zwei Paraden festhielt.

Im 43. Pflichtspiel dieser Saison ließ Trainer Thomas Schaaf zunächst eine kleine Star-Auswahl auf der Bank und sah eine bis zur Pause konfuse Vorstellung. Ohne Frings, Per Mertesacker, Mesut Özil und Pizarro war Werder das schlechtere Team. «Wir müssen klarer spielen», sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs zu den Problemen in der ersten Hälfte. «Für uns ist das sehr ärgerlich», kommentierte VfL- Trainer Heiko Herrlich: «Ich kann meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen, eher Komplimente.»

Die meisten Akzente setzte ausgerechnet Marin, der gemeinsam mit Mertesacker bisher die meisten Spiele in den Beinen hat. In seinem 41. Saisonspiel für Werder hatte er noch Kraft für Tempodribblings, doch es fehlten bis zur Halbzeit die Anspielstationen und auch Druck aus dem Mittelfeld. In Philipp Bargfrede hatte Werder zumindest einen eifrigen Akteur auf der Sechser-Position, doch ihm unterliefen im Aufbauspiel genauso viele Fehler wie seinem enttäuschenden Nebenmann Daniel Jensen. Die Stürmer Hugo Almeida und der erschreckend schwache Markus Rosenberg erwiesen sich gegen stabile Bochumer als nicht durchsetzungsfähig.

Mit der Einwechslung von Özil und Pizarro änderte sich das. Der peruanische Stürmer erzielte nach Vorlage von Naldo mit einer herrlichen Direktabnahme den Ausgleich, ehe Marin erneut ausglich. Die Entscheidung fiel dann durch einen abgefälschten Fernschuss durch Frings, der spät für Borowski kam.

Der VfL stand nach den 1:4-Pleiten gegen Dortmund und Wolfsburg in der Defensive lange Zeit sicher. Wenn die Bochumer im Ballbesitz kamen, spielten sie fast immer blitzschnell nach vorne. Die Werder- Defensive erwies sich bei Kontern als anfällig. Offensichtlich war das besonders beim ersten Treffer, als Sestak zwei Minuten nach einer Chance von Dedic (12.) einen Pass von Roman Prokoph nutzte. Aber auch beim zweiten Treffer spielten die Bochumer rasant: Dedic nutzte nach einem Bremer Abwehrfehler den Pass von Lewis Holtby. Kurz vor Schluss vergab noch Mergim Mavraj die größte Chance, als Wiese parierte. Von Michael Rossmann, dpa

dpa-infocom


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