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Neues Werder-Ziel heißt Champions League

Bremen Auf Socken schleppten sich Werders Pokal-Spezialisten in die Kabine, von Thomas Schaafs Diagnose «Müdigkeit» wollten die Bremer Profis aber nichts wissen.

Nachdem die zehnte Teilnahme am DFB-Pokal-Finale in Berlin perfekt war, reichte die Kraft allemal für eine Kampfansage an das Bundesliga-Spitzentrio.

«Wir können noch einen Champions- League-Platz erreichen. Es ist schwer, aber nicht unmöglich», verkündete Torschütze Claudio Pizarro nach dem ungefährdeten, aber mühsamen 2:0 im Halbfinale gegen den biederen Zweitligisten FC Augsburg. Mesut Özil fügte forsch hinzu: «Es fehlen nicht viele Punkte zu Leverkusen. Im Fußball ist alles möglich. Wenn wir eine Serie starten, ist der 3. Platz noch drin.»

Die Warnungen ihres Trainers stießen bei den Spielern auf taube Ohren. «Man hat gesehen, dass wir am Limit sind», sagte Schaaf nach dem dritten Heimspiel binnen fünf Tagen und dem Kräfteverschleiß der vergangenen Wochen. Obwohl der Titelverteidiger nach Toren von Marko Marin (30.) und Pizarro (84.) wieder im Finale steht und damit die erneute Qualifikation zur Europa League fast sicher hat, ist von Zurücklehnen in der Bundesliga keine Rede. «Es sind noch sieben Spiele und einige Punkte zu vergeben», sagte Clemens Fritz trotz des großen Abstandes zur Spitze.

Als Fünfter hat Werder mit 45 Punkten derzeit acht Zähler Rückstand auf den Tabellen-Dritten Leverkusen. Kapitän Torsten Frings ficht das nicht an. Der 33-Jährige erinnerte an die noch ausstehenden Spiele gegen Schalke und Dortmund. «Wir spielen noch gegen Konkurrenten, die vor uns stehen. Und wenn da noch jemand ausrutscht, wollen wir zur Stelle sein.»

Vor so viel Selbstbewusstsein knickte auch der Trainer ein. Bis zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg sei es schwer, «den Akku wieder voll zu haben». Aber danach spiele man nach dem Ausscheiden aus der Europa League nur noch im Wochenrhythmus. «Wir versuchen, in allen Wettbewerben das Beste zu erzielen. Was dann dabei heraus kommt, werden wir sehen», befand Schaaf schließlich. «Rein theoretisch haben wir alle Möglichkeiten», sagte auch Klaus Allofs.

Der Clubchef war in der Stunde des Triumphes jedoch der einzige, der deutlich zur Zurückhaltung mahnte: «Es geht jetzt erstmal darum, den 5. Platz zu sichern.» Denn absolut sicher ist die erneute Qualifikation für den Europacup trotz des Finaleinzugs im Pokal erst, wenn der Endspielgegner endgültig für die Champions League qualifiziert ist.

Von den hehren Zielen Bremens ist Augsburg noch weit entfernt. «Das ist doch nicht unsere Kragenweite hier», sagte Manager Andreas Rettig nach der verdienten Pleite. Der Zweitligazweite will sich nun ganz auf den Aufstiegskampf konzentrieren. «Wir müssen sehen, dass wir jetzt unsere Wunden lecken und am Sonntag in Aachen einen Dreier holen, damit wir bald wieder in Bremen spielen können», sagte Rettig. Von Carsten Lappe, dpa

dpa-infocom

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