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Basketball-Euphorie in Göttingen: «Wahnsinns-Job»

Göttingen Die Basketball-Bundesliga adelt die BG Göttingen, die Verantwortlichen träumen vom großen Coup, doch die Spieler wollten in der Stunde des größten Erfolgs von Party nichts wissen.

Nach dem erstmaligen Einzug in die Finalrunde der Eurochallenge soll für den Überraschungsverein mit einem der geringsten Etats der Bundesliga (1,7 Millionen Euro) noch lange nicht Schluss sein. «Bei uns können noch große Sachen folgen», jubelte BG- Geschäftsführer Marc Franz nach dem 76:71-Sieg bei BC FMP Belgrad.

Nach dem zweiten Kraftakt binnen drei Tagen fiel die große Sause zumindest bei den Spielern jedoch aus. Bereits beim Hinspielsieg (75:69) hatte das Team von Trainer John Patrick an die Schmerzgrenze gehen müssen. Beim 11. Sieg im 14. Eurochallenge-Spiel fehlten die verletzten Leistungsträger Ben Jacobson, Chester Frazier und Dwayne Anderson. «Auch ohne sie hat das Team einen Wahnsinns-Job gemacht», sagte Franz, der aus finanzieller Sicht nichts gegen ein drittes Spiel und die entsprechenden Einnahmen gehabt hätte. Denn nach wie vor leidet die BG darunter, dass der frühere Hauptsponsor aus Kassel wegen Insolvenz seine Engagement beendet hat.

Angesichts der erfolgreichen Underdog-Rolle der «Veilchen» gerät auch die Bundesliga ins Schwärmen. «Ein herausragende, fantastische Leistung. Göttingen ist ein toller Botschafter für den deutschen Basketball. Das hat bei ihrem ersten internationalen Auftritt keiner erwartet», sagte BBL-Sprecher Dirk Kaiser.

Allerdings bringt der sportliche Höhenflug der Niedersachsen die Liga auch in die Bredouille. Da die Endrunde im drittwichtigsten Europapokal-Wettbewerb zeitlich mit dem letzten Bundesliga-Spieltag am 1. Mai kollidiert, wurde das Gastspiel der Göttinger bei den Giants Düsseldorf auf Dienstag, 27. April, vorgezogen. Damit finden nicht wie eigentlich vorgesehen alle Partien des 34. Spieltags an einem Termin statt. «Der enge Rahmentermin-Plan lässt uns leider keine andere Wahl. Ich denke, dass mit dieser Lösung aber alle leben können», sagte BBL-Mediendirektor Dirk Kaiser.

Gegen Belgrad war Spielmacher Taylor Rochestie mit insgesamt 49 Punkten in beiden Spielern bester Akteur. In der Meisterschaft ist Platz zwei möglich, im Pokal steht die BG gegen Bamberg im Halbfinale und auch im Europapokal sorgt das Team nun weiter für Furore. Im Halbfinale trifft Göttingen auf Roanne Basket aus Frankreich. Im zweiten Semifinale des Final-Four-Turniers (30. April bis 2. Mai) stehen sich Samara (Russland) und Pesaro (Italien) gegenüber. Wo die Endrunde stattfindet, will die FIBA Europe in den kommenden Tagen bekanntgeben.Von Helmut Anschütz, dpa

dpa-infocom


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