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Experte: Training für Marathonlauf nicht übertreiben

Berlin/Potsdam Die Sonne scheint, die Motivation steigt, und schon ist der Entschluss gefasst: «Ich laufe in acht Wochen beim Marathon!» Vor solchen übereifrig gesetzten Zielen warnt aber der Sportmediziner Jürgen Scharhag von der Universität Potsdam.

«Ein Marathonlauf sollte langfristig geplant werden, dafür muss man vorher ausreichend trainieren», sagte Scharhag, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. So sollten sich untrainierte Männer und Frauen etwa ein Jahr lang auf einen Marathon vorbereiten. «Auch fittere Hobbysportler anderer Sportarten, die nicht entsprechend lauftrainiert sind, sollten sich mindestens ein halbes Jahr gezielt auf die Marathondistanz vorbereiten.»

Die Belastungen durch das Training und einen Marathonlauf über rund 42 Kilometer unterschätzten viele Sportler. «Bei älteren Athleten gehen etwa 80 Prozent aller plötzlichen Herztode beim Sport auf einen Herzinfarkt zurück», sagte Scharhag. Deshalb sollten besonders ältere Sportler aufpassen - wobei im medizinischen Sinne jemand schon mit etwa 35 Jahren als «alt» gilt. «Je älter man ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zu haben», erklärte der Mediziner.

«Manchmal ist weniger mehr», sagte Scharhag. Schneller Erfolg sei zwar eventuell möglich. Doch damit sei auch das Risiko für Überlastungsschäden an den Gelenken, Sehnen und Knochen höher. «Um gesundheitliche Risiken zu minimieren, sollte man sich am besten vor dem Marathontraining sportmedizinisch untersuchen lassen.» Damit könnten zum Beispiel auch Erkrankungen am Herzen erkannt werden. «Denn wer eine Erkrankung am Herzen hat, hat ein größeres Risiko - insbesondere bei intensiven Belastungen -, lebensbedrohliche Herzprobleme zu bekommen.»

Am besten sei daher, in Ruhe, sinnvoll und mit einem Trainer oder Betreuer zum Beispiel in einer Laufgruppe zu trainieren. «Mit der Zeit passen sich sowohl das Herz, das Herz-Kreislauf-System als auch Muskeln, Sehnen und Knochen an die Belastung an, so dass auch die Gelenke weniger beansprucht werden», betonte Scharhag.

Außerdem sollte sich jeder Marathonläufer sein Ziel genau überlegen. «Die Zeit sollte dabei nicht ausschließlich im Vordergrund stehen», fand der Mediziner. Es interessiere kaum jemanden, mit welcher Platzierung man als Hobbysportler ins Ziel laufe. «Viel wichtiger ist doch, dass man gesund ankommt und Spaß hat.»

dpa-infocom


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