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Leserbrief

Brandanschlag von Rheine:

Rache für verschmähte Liebe

Rheine/Münster (dpa) - Aus Rache für verschmähte Liebe hat der festgenommene 17jährige Mann seinem Geständnis zufolge den Brandanschlag in Rheine verübt. Bei dem Feuer starben in der Nacht zum Mittwoch sieben Menschen, zwei wurden schwer verletzt.

Über eine Drehleiter verlassen Brandexperten der Polizei am Mittwoch das Giebelfenster des Hauses in Rheine.
Der noch am selben Tag gefaßte junge Mann gestand am Donnerstag, das Feuer in dem Wohn- und Geschäftshaus aus Rache gelegt zu haben. "Er hatte nicht verkraften können, daß seine frühere Freundin vor etwa einer Woche mit ihm Schluß gemacht hatte, und Wut auf die junge Frau gehabt", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer der dpa.

Mit der 20jährigen waren ihre vier Geschwister, die Mutter und der Großvater verbrannt. Die Großmutter und ein Bruder hatten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der Name des Beschuldigten soll zu seinem Schutz ungenannt bleiben, erklärte Schweer.

Flammen blockierten Fluchtweg

Wie der seit längerem in Rheine lebende Ausländer beschrieb, hatte er das Feuer am Mittwoch kurz nach Mitternacht im Flur des Gebäudes in der Fußgängerzone von Rheine gelegt. Die Familie der Ex-Freundin bewohnte die beiden oberen Geschosse. Im Erdgeschoß ist ein CD- Geschäft. Von hier waren die Flammen nach oben gestiegen und hatten den einzigen Fluchtweg blockiert.

Schweer sagte: "Wir werden den Beschuldigten unverzüglich dem Haftrichter vorführen und Haftbefehl wegen siebenfachen Mordes und zweifachen versuchten Mordes sowie Brandstiftung im besonders schweren Fall beantragen." Foto: dpa

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Letzte Änderung: 22.08.1997 00:02 von aj