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Gericht: Kündigung nach Karton-Klau rechtens

Villingen-Schwenningen Erneut hat ein Mann wegen eines vermeintlichen Bagatelldeliktes seinen Job verloren.

Dem 50-Jährigen war gekündigt worden, nachdem er mehrere gebrauchte Kartons seines Unternehmens für den Umzug seiner Tochter mit nach Hause genommen hatte.

In einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht Villingen-Schwenningen einigten sich beide Parteien nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) darauf, die Kündigung gegen eine Abfindung aufrecht zu erhalten. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Gericht in Radolfzell am Bodensee entschieden, dass die Mitarbeiterin eines Seniorenheims nach dem Diebstahl mehrerer Maultaschen zu Recht entlassen worden ist.

Der 50 Jahre alte Trossinger war nach 27 Jahren im Betrieb von einer Überwachungskamera gefilmt worden, als er die Kartons einpackte. Die Firma sah dies als Diebstahl an und kündigte dem Mann fristlos. Dagegen zog der Mitarbeiter vors Arbeitsgericht - erfolglos. Er habe geglaubt, die Kartons würden nicht mehr gebraucht, sagte der 50-Jährige.

Nach den Richtern in Radolfzell betonte auch der Vorsitzende der Kammer in Villingen-Schwenningen, der Wert eines gestohlenen Gegenstandes spiele keine Rolle für eine Kündigung. Entscheidend sei der entstandene Vertrauensbruch. Das Unternehmen und der gekündigte 50-Jährige einigten sich laut SWR auf eine Abfindung in Höhe von 6000 Euro. Vom Gericht in Villingen-Schwenningen waren keine Angaben zu erhalten.

Zuvor hatte sich im sogenannten Maultaschen-Prozess eine Mitarbeiterin der städtischen Konstanzer Spitalstiftung dagegen gewehrt, nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Die Maultaschen seien übrig geblieben und wären in den Müll gegangen, hatte sie betont. Dagegen hatte sich das Gericht auf die Seite des Arbeitgebers gestellt und den Rauswurf wegen Diebstahls für rechtens erklärt. Die 58-jährige wird voraussichtlich Berufung gegen das Urteil einlegen.

dpa-infocom


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